Instrumentarium
 Instrumentarium Musica Vulgaris 2010 gemischt Mittelalter & Folk Die Laute
 Laute und Zister Es wird im Allgemeinen angenommen, daß die Laute im 12. Jahrhundert von Kreuzfahrern aus dem Orient eingeführt wurde. Doch genau läßt sich dieses nicht bestimmen. Auf älteren Abbildungen insbesondere, ist die Laute sehr leicht mit der formverwanden Rubebe oder der Mandora zu verwechseln. Die Lauten in der heute bekannten Form, mit dem abgeknickten Wirbelkasten, tauchen erst ab dem 14. Jahrhundert auf Abbildungen auf. Etwa zur gleichen Zeit entstand auch die Bezeichnung »Laute« aus dem arabischen »al ûd«. Charakteristisch für die Laute sind der birnen-, später mandelförmige, Korpus, der aus mehreren Ahornspänchen zusammengesetzt wurde.
Text: www.spielleut.de
Die CisterZistern sind Zupfinstrumente, die man in vielen Regionen Europas kannte und schätzte. Auch Johann Sebastian Bachs Vorfahre Veit hat sie verwendet. In der Bachschen Genealogie steht geschrieben:"Er hat sein meistes Vergnügen an einem Cythringen gehabt, welches er auch mit in die Mühle genommen, und unter währendem Mahlen darauf gespielet. Es muß doch hübsch zusammen geklungen haben!". Häufig spielte man Zistern auch während der Renaissance, zur Entstehungszeit des abgebildeten Instrumentes. Einige Merkmale verweisen hier aber noch deutlich auf den mittelalterlichen Instrumentenbau: Korpus und Hals bestehen aus einem einzigen Stück Holz, und auch das Wirbelbrett findet man in dieser Form eher an früher gebauten Zupfinstrumenten. Es läuft in einen geschwungenen Vogelkopf aus.
Die Harfe  Harfe Iona, Bernhard Schmidt
Die Harfe gehört zu den Chordophonen, genauer zu den Zupfinstrumenten. Sie ist eines der ältesten Musikinstrumenten der Menschheit und kam bereits um etwa 4000 v. Chr. in Mesopotamien und Ägypten vor. Unter den drei Grundtypen der Zupfinstrumente (Harfen, Zithern und Lauten) ist die Harfe charakterisiert als ein Instrument, bei dem die Saiten senkrecht (Winkelharfe) oder abgeschrägt an der Resonanzdecke ziehen. (Textquelle: Wikipedia)
Unsere Harfe ist eine IONA aus dem Hause Bernhard Schmidt. Mit einer Höhe von 92 cm und einem Gewicht von nur 4 kg ist diese Harfe sehr gut transportabel und auch als Reiseharfe oder Schoßharfe geeignet. Die Harfe mit ihrer typischen, geschwungenen keltischen Form hat eine 28-saitige Karbonbesaitung mit einem im Bassbereich erweitertem Tonumfang von A (eine Oktave und 2 Töne unter dem mittlerem c ) bis g'''. Der Korpus der Harfe ist aus einem speziellem, laminiertem Birkenholz. Die Vordersäule und der Hals der Harfe sind aus heimischem Ahornholz. Unsere IONA ist mit Halbtonmechaniken von "Loveland" ausgerüstet. |
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 Mittelalter Sackpfeife, Steffen Fischer, Köthen Kräftige, laute und robuste Sackpfeife in verschiedenen Stimmungen und Bauweisen. Ein oder mehrere Bordune in Oktaven oder Quinten gestimmt, umstimmbar. Verschiedene Griffweisen und Lautstärken. Die Bauformen werden nach alten Zeichnungen und Skulpturen entwickelt. Die meisten Sackpfeifen besitzen große Borduntrichter mit kräftigen Bordunen. An den Spielfeifenhalterungen können geschnitzte Köpfe angesetzt werden. Vorbilder dafür sind Wasserspeier alter Kirchen und Kathedralen.
Gängige Stimmungen sind "G", spielbare Tanarten G-Dur, a-moll und bei der etwas leiseren Spielpfeife auch A-Dur, und "C", spielbare Tonarten C-Dur und d-moll. Meist in Blockflötengriffweise. Die zwei Spielpfeifen in "G" unterscheiden sich in der Lautstärke und im Spieldruck. Die große Lautstärke, hat einen hohen Spieldruck zur Folge. Bei den "G" Instrumenten sind die Bordune in "G" / "A" und in "D" / "E" gestimmt. Aber auch eine Oktavstimmung ist möglich. Besonders "weich" und voll klingen die Sopran "C" Instrumente. Die Bordune sind in "C" / "D" und in "G" / "A" gestimmt. Dieses Instrument ist sehr gut für die Renaissancemusik geeignet.
Bei den gängigen Bauformen liegen die Bordune über die Schulter oder die Bordune können nach vorn zeigen (flämischer Stil). (Text: Steffen Fischer) |
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 Hümmelchen oder Dudey, Steffen Fischer, Köthen Kleiner, leiser Dudelsack in Blockflötengriffweise. Die Spielpfeifen gibt es in Sopran- oder Altlage. Es gibt ein oder mehrere Bordune, welche umstimmbar sind. Somit kann in verschiedenen Tonarten gespielt werden. Die Instrumente sind teilchromatisch. Dieser Dudelsack wird in verschiedenen Bauformen angeboten. Umgestimmt wird der Bordun durch auseinanderziehen oder zusammenschieben. Die Stimmung der Bordune kann in Quinten oder Oktaven sein. Für ein Sopraninstrument wäre eine Bordunkombination von "C/D" und "G/A". |
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 Gemshörner, Renaissance Instrumente, Verlag der Spielleute Das Instrument ist aus einem natürlichen Rinderhorn gefertigt. Beachten Sie bitte dass die nebenstehende Abbildung nur ähnlich ist - die verwendeten Hörner weichen in Form und Farbe stark voneinander ab. Dieses Instrument ist weitgehend chromatisch spielbar, kann aber nicht überblasen werden. Die Grifffweise ähnelt der barocken Blockflöte, alternative Griffe können aber u.U. bessere Intonationsergebnisse liefern.
Über die Blockflöte gibt es unsererseites nicht viel zu erzählen. Form, Klang und Spielweise wird noch hinlänglich bekannt sein. |
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 Drehleier Da Vinci, Helmut Gotschy Die Drehleier oder Bauernleyer gehört zur Gruppe der Streichinstrumente. Ihre Saiten werden durch ein Rad angestrichen, das der Spieler mit der einen Hand an der Kurbel dreht, während er mit der anderen Hand die Melodiesaite mittels einer Tastatur abgreift. Das Rad ist am Rand mit Kolophonium bestrichen und funktioniert so als "endloser Bogen". Dies ermöglicht, nebst einer Melodiesaite gleichzeitig mehrere Bordun-Saiten erklingen zu lassen. Diese Saiten erzeugen anhaltende Töne und sind in Grundton und Quinte gestimmt. So entsteht ein Klang, der dem einer Sackpfeife sehr ähnlich ist. Durch rhythmisches Drehen der Kurbel kann ein Schnarren erzeugt werden; ein Schnarrsteg vibriert dabei lose auf die Resonanzdecke. Die Leyer eignet sich vorzüglich als Tanzmusikinstrument, sie wird aber auch gerne zur Gesangsbegleitung benutzt. Die Drehleier, wie sie in unserer Volksmusik verwendet wird, ist diatonisch; Halbtöne lassen sich jedoch in der Klaviatur einstellen. |
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