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Mittelalterliche Sackpfeifen
Mittelalter Sackpfeife, Steffen Fischer, Köthen
Mittelalter Sackpfeife, Steffen Fischer, Köthen
Kräftige, laute und robuste Sackpfeife in verschiedenen Stimmungen und Bauweisen. Ein oder mehrere Bordune in Oktaven oder Quinten gestimmt, umstimmbar. Verschiedene Griffweisen und Lautstärken. Die Bauformen werden nach alten Zeichnungen und Skulpturen entwickelt. Die meisten Sackpfeifen besitzen große Borduntrichter mit kräftigen Bordunen. An den Spielfeifenhalterungen können geschnitzte Köpfe angesetzt werden. Vorbilder dafür sind Wasserspeier alter Kirchen und Kathedralen.

Gängige Stimmungen sind "G", spielbare Tanarten G-Dur, a-moll und bei der etwas leiseren Spielpfeife auch A-Dur, und "C", spielbare Tonarten C-Dur und d-moll. Meist in Blockflötengriffweise. Die zwei Spielpfeifen in "G" unterscheiden sich in der Lautstärke und im Spieldruck. Die große Lautstärke, hat einen hohen Spieldruck zur Folge. Bei den "G" Instrumenten sind die Bordune in "G" / "A" und in "D" / "E" gestimmt. Aber auch eine Oktavstimmung ist möglich. Besonders "weich" und voll klingen die Sopran "C" Instrumente. Die Bordune sind in "C" / "D" und in "G" / "A" gestimmt. Dieses Instrument ist sehr gut für die Renaissancemusik geeignet.

Bei den gängigen Bauformen liegen die Bordune über die Schulter oder die Bordune können nach vorn zeigen (flämischer Stil). (Text: Steffen Fischer)
 
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